Die Fakten

  • Laut gültigem Abfallwirtschaftsplan besteht derzeit kein Bedarf an weiteren Mülldeponien.
  • Der aufgeschüttete Untergrund ist ungeeignet.
  • Eine lange Liste weiterer Giftstoffe, Schlämme und Schlackenstoffe
  • Mindestens 10.000 Tonnen Asbest pro Jahr
  • Ein Müllberg, der die höchste Erhebung der Umgebung sein wird
  • 4,4 MILLIONEN Tonnen Abfälle innerhalb von 30 Jahren

Die Risiken

  • Asbeststaub verursacht Lungenkrebs
  • Durch Reißen der Dichtschicht gelangen Giftstoffe in das Grundwasser
  • Das Trinkwasserschutzgebiet Oranienbaumer Heide ist durch giftiges Sickerwasser in Gefahr
  • fehlende Standsicherheit der Deponie
  • Tausende rollende LKW verursachen Lärm, Staub und Gestank
  • Die ökologischen Folgen für Flora und Fauna sind nicht absehbar
  • Das Festival- und Industriekulturdenkmal Ferropolis stirbt
  • Die Grundstückswerte sinken

Die Fragen

  • Hat der Braunkohleabbau die Landschaft noch nicht genug geschunden?
  • Was hinterlassen wir unseren Kindern?
  • In welcher Umgebung wollen wir leben?
  • Welchen weiteren Schaden fügen wir unserer Heimat zu?
  • Was können wir tun?

FRAGEN UND ANTWORTEN

Eine oberirdische Mülldeponie der Klasse 1 soll direkt am Ortsrand von Jüdenberg / Gräfenhainichen entstehen.

Klasse 1 bedeutet, hier werden künftig Abfälle wie Erdaushub und Bauschutt mit „sehr geringem organischen Anteil“ und „sehr geringer Schadstofffreisetzung“ entsorgt. Das beinhaltet aber auch krebserregenden Asbest (mind. 10.000 Tonnen pro Jahr, in Bigpacks verpackt) und schließt für die kommenden Jahre selbst Bauschutt aus dem geplanten Rückbau von Atomkraftwerken nicht aus.

Über 24 Hektar, davon 15 Hektar Ablagerungsfläche – so groß wie 21 Fußballfelder mit Platz für mehr als 4,4 Mio. Tonnen Abfall.

Der imposante Müllberg vor unserer Haustür wird 25 Meter in den Himmel ragen und weitere 10 Meter in die Erde reichen. Jährlich sollen hier 150.000 Tonnen Abfall aufgeschüttet werden.

Keine 400 Meter von Jüdenberg entfernt, zwischen dem Gremminer See mit der Halbinsel Ferropolis und der Wasserschutzzone des Oranienbaumer Wasserwerks.

Durch die aufwendige Renaturierung des Tagebaus ist eine schützenswerte naturnahe Landschaft entstanden mit großem Erholungswert für Bewohner und Touristen. Hier, auf einem Teil der jetzigen Tongrube und dem angrenzenden Waldgebiet soll in den nächsten Jahrzehnten zum Teil giftiger Abfall gelagert werden.

Primär wird Abfall aus anderen Bundesländern auf die Deponie nach Jüdenberg geliefert.
Für Sachsen-Anhalt selbst besteht kein Bedarf an neuen Deponien der Klasse 1.

Allerdings ist es laut EU-Recht ist nach einmal erteilter Betriebserlaubnis nicht mehr zu verhindern, dass gemäß den verbindlichen Abfallschlüssel-Nummern gefährliche Abfälle wie Filterstaub/Asche und Rückstände von Katalysatoren auch aus anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union importiert werden.

Weil die GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH finanziell vom Bau der Deponie profitiert.

Andere Argumente gibt es nicht. Zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für Gräfenhainichen sind zu vernachlässigen. Es ist zudem nachgewiesen, dass kein Bedarf an zusätzlicher Deponiekapazität besteht. Der technische und energetische Aufwand, um die Deponie zu betreiben, ist hingegen enorm und nicht gerechtfertigt. Alle im Stadtrat vertretenen Parteien und auch Vertreter der Landesregion lehnen Müllimporte nach Sachsen-Anhalt ab.

Der Bau soll noch 2020 beginnen und die Deponie für 30 Jahre in Betrieb genommen werden (einschl. Stilllegungsphase).

Die entsprechenden Planungsunterlagen der GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH wurden bereits am 26.09.2018 eingereicht.

Wir alle!

Weil…

  • durch giftiges Sickerwasser kontaminiertes Grundwasser direkt zum Wasserwerk Oranienburg fließt.
  • empfindliche Ökosysteme in unserer Umgebung, wie der Gremminer See, die Dübener Heide oder die Oranienburger Heide massiv geschädigt werden.
  • sowohl Anwohner als auch die Besucher von Ferropolis, der Stadt aus Eisen, einer dauerhaften Lärm- und Geruchsbelästigung ausgesetzt sind.
  • Wenn die Festivals wegen der Deponie wegfallen, entgehen den Gemeindekassen 1,4 Millionen Euro- PRO Verantstaltung!
  • die Staubbelastung rund um Gräfenhainichen drastisch zunehmen wird und selbst krebserregender Asbeststaub aufgrund beschädigter Bigpacks nicht auszuschließen ist.
  • täglich bis zu xx LKWs und Sattelzüge über unsere Straßen donnern.
  • Häuser und Grundstücke in der Umgebung an Wert verlieren.
  • der Imageschaden für unsere Tourismus-Region unvermeidlich ist.

Unterschreiben Sie die Petition und seien Sie bei unseren Aktionen dabei!
Wir haben es selbst in der Hand!